Lea Schlenker

"Wenn ich Texte von Lea Schlenker lese, dann ist ihre Stimme in meinem Kopf und liest mir vor. Ich kann es nicht abstellen. Das hängt damit zusammen, dass ich Leas Texte aus dem Radio kenne.  Wer die Lesungen von Lea Schlenker kennt, weiß, wie ausgezeichnet sie liest. Wie rücksichtsvoll sie mit ihrer eigenen Sprache umgeht, als würde sie einer geheimen Anleitung folgen. Erstens: genussvoll atmen. Zweitens: sorgfältig jedes Wort auf der Zunge wiegen, bevor man ihm erlaubt, den Mund zu verlassen. Drittens: achtgeben, niemanden mit den scharfkantigen Beobachtungen tödlich zu verletzen. Verwunde(r)n ist in Ordnung. " - Lukas Münich


Lea Schlenker (*1992 in Zürich) schreibt Gedichte, Prosa, Stücke, Kolumnen und journalistische Beiträge. Ihr erster Gedichtband „Eine Auswahl an Fluchtmöglichkeiten“ wurde 2020, ihr zweiter Band „Meskalin Sunsets“ 2023 im Aphaia Verlag publiziert. Ihre Texte wurden in verschiedenen Sprachen und Literaturzeitschriften veröffentlicht, unter anderem im Internazionale und Der Standard.  Zudem ist sie Mitgründerin des Kollektiv Kitzeln, das eine feministische Lesebühne in Bern veranstaltet. Das Kollektiv wurde 2024 mit einem Kulturpreis der Stadt Bern ausgezeichnet. Sie ist als Herausgeberin und Redaktorin tätig und schreibt derzeit unter anderem für die Berner Kulturagenda, Cültür und das akutmag. 

2024 wurde sie für das Projekt Katharinen-Turm auf die Liste mit 500 Namen von bedeutenden Zürcher Frauen aufgenommen. Seit 2026 ist sie Mitglied des A*ds, des Deutschschweizer PEN Zentrums und Vorstandsmitglied des Vereins Alit - Netzwerk für Literatur. 

Lea Schlenker

Tatsächlich habe ich mir schon mal sagen lassen müssen, meine Gedichte seien nicht so das wahre lyrische Sensationsstück, einfach, weil sie sich nicht reimen würden. Dabei gebe ich wirklich mein Bestes, ab und zu einen Reim in meine Verse zu streuen. Ich schreibe beispielsweise «Reime» und reime es auf «Keime». - Berner Kulturagenda

Ich sehe mich nicht so als Debütantin, aber eine Hyäne als Spirit Animal könnte ich mir schon vorstellen. - Journal B

Immerhin wurde die Französische Revolution ausgelöst durch einen staatskritischen Lacher. Dank Louis XIV, der auf einer Bananenschale ausgerutscht ist. - akutmag

Es heißt wenn meine Gedichte ein Gebäude wären dann wären sie das Hundertwasserhaus in Wien. Ich lächle und bin zufrieden. - Aphaia Verlag

Die wenigen Münzen in meinem Portemonnaie weisen aber aus, dass ich eigentlich Dichterin bin. - Mosaik Magazin

Ich habe doch gar noch kein Gedicht  über Kanzler Dumbo geschrieben, obwohl ich doch so ein Faible  für größenwahnsinnige Hochstapler habe - absolut.zine